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Kamera Drohne

Wenn man den Begriff “Drohne” hört, denkt man vielleicht zuerst an unbemannte Flugobjekte, die im Dienst von Militärs oder Geheimdiensten gegnerische Einheiten ausspionieren oder sogar bestückt mit Raketen aktiv am Kampfgeschehen teilnehmen. Doch auch in zivilen Bereichen bedient man sich mittlerweile gerne der Dienste von zum Beispiel einer Kamera Drohne.

Luftbilder Drohne

Eine Drohne fliegt generell ohne Piloten, was auch die im englischsprachigen Raum gebräuchliche Bezeichnung “unmanned aerial vehicle” (Abkürzung UAV) erklärt. Dies bedeutet, dass sie entweder computergestützt mittels einer vorher einprogrammierten Software kontrolliert wird oder aber von Boden aus über Funksignale oder Satellitenfunk gesteuert wird. Auch die verwendete Technik ist beeindruckend. So wird der Aibot X6 von Aibotix von sechs Rotoren angetrieben und bleibt sogar noch manövrierfähig, wenn ein Rotor ausfallen sollte. Die Drohne verfügt über eine automatische Erkennung von Hindernissen und hält ausreichend Abstand. Bei einem Leergewicht von 2,5 Kilogramm können noch weitere 2,0 Kilogramm zugeladen werden. Dennoch ist sie 60 Stundenkilometer schnell und steigt bis 2000 Meter über Grund. Ein intelligentes Detail ist die drehbare Kamerahalterung, die unerwünschte Bewegungseffekte durch Rollen oder Nicken minimiert. Das Resultat sind gestochen scharfe Luftbilder in professioneller Qualität.Ein wichtiges Einsatzgebiet für die Drohne ist der Einsatz in Katastrophengebieten. So erfassten Drohnen zum Beispiel den Schaden, den der Hurrikan Katrina im Jahr 2005 in den südöstlichen Teilen der Vereinigten Staaten angerichtet hatte, per Infrarotkamera und Luftbild. Mit diesen Daten konnten Hilfstruppen dann zielgerichtet eingeteilt werden. Auch bei der Reaktorkatastrophe im japanischen Fukushima im Frühjahr 2011 lieferte eine Drohne Bildmaterial und damit Informationen über das Ausmaß der Zerstörung.In Deutschland werden in den Bundesländern Sachsen und Niedersachsen Drohnen im Testmodus zurUnterstützung der Polizei eingesetzt.

Drohne mit Kamera
Aufklärung mittels Luftbild oder Videoaufnahmen kann sich als nützlich bei der Überwachung von Großereignissen wie Demonstrationen oder Sportveranstaltungen, aber auch bei der unauffälligen Verfolgung von Geiseln erweisen. Die Drohne mit Kamera kann je nach Bedarf mit Videokameras, Wärmebild- oder Nachtsichtkameras ausgestattet werden. Attraktiv erscheinen in diesem Zusammenhang die relativ niedrigen Anschaffungskosten von ungefähr 15.000 Euro. In England ist die Drohne ein mittlerweile bewährter Partner der Feuerwehr, neben der Informationsgewinnung per Luftbild dient sie bestückt mit chemischen und biophysikalischen Sonden auch zur Sammlung von Daten der Luftqualität bei Bränden oder Industrieunfällen, bei denen potentiell umweltschädliche oder gar gesundheitsgefährdende Stoffe freigesetzt werden. Ob Luftaufnahme vom Sportereignis, Überprüfung von Gebäudefassaden oder Unterstützung bei der Landvermessung ist ein gelungenes Beispiel für angewandte Technik der Spitzenklasse.

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